EIN PUNKT, DER SICH WIE EINE NIEDERLAGE ANFÜLLT
HSG Ederbergland Damen : HSG Großenlüder/Hainzell 32:32 (HZ 15:16)
10/26/20262 min read


Die Handballerinnen der HSG Ederbergland haben sich am Samstag in der Oberliga mit 32:32 (15:16) von der HSG Großenlüder/Hainzell getrennt. Nach einer intensiven und spannenden Partie überwog bei den Gastgeberinnen die Enttäuschung. Denn trotz einer kämpferisch starken Leistung und einer Zwei-Tore-Führung in der Schlussphase wollte der erhoffte Heimsieg nicht gelingen.
Dabei erwischte die HSG Ederbergland einen guten Start in die Begegnung. Nach elf Minuten lag das Team mit 7:6 in Führung und machte deutlich, dass es die Punkte unbedingt in eigener Halle behalten wollte. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften im Angriff immer wieder Lösungen fanden. In der Defensive fehlte den Gastgeberinnen jedoch phasenweise die nötige Abstimmung, sodass Großenlüder/Hainzell mit einer knappen 16:15-Führung in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die HSG Ederbergland deutlich stabiler. Mit einer Umstellung in der Abwehr und mehr Konsequenz im Defensivverhalten gelang es, die Gäste vor größere Probleme zu stellen. Die verbesserte Abwehrarbeit zahlte sich aus: Ederbergland setzte sich zwischenzeitlich auf zwei Tore ab und brachte sich damit in eine gute Ausgangsposition für die entscheidende Phase der Partie.
Auch im Angriff zeigte die Mannschaft immer wieder gute Ansätze und erspielte sich gute Torchancen, die jedoch leider nicht konsequent genug genutzt werden konnten. Immer wieder fehlte das nötige Quäntchen Glück, sodass aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt blieben und der Ball nicht wie gewünscht den Weg ins Tor fand. Dadurch verpasste es die HSG Ederbergland, sich entscheidend abzusetzen. So blieb Großenlüder/Hainzell in Schlagdistanz und hielt die Begegnung bis in die Schlussminuten offen.
In der Schlussphase war der Heimsieg zum Greifen nah. Die HSG Ederbergland hatte die Chance, mit einem weiteren Treffer den Vorsprung auszubauen und die Partie auf die Siegerstraße zu bringen. Doch statt die entscheidende Lücke zu schaffen, kamen die Gäste noch einmal zurück und erzielten den Ausgleich. Am Ende stand ein 32:32 auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das sich für die Ederbergländerinnen eher wie eine Niederlage als wie ein gewonnener Punkt anfühlte. Entsprechend groß war die Enttäuschung darüber, die gute Ausgangslage in den letzten Minuten nicht für sich genutzt zu haben.
„Wir haben eigentlich eine gute Abwehr gespielt, konnten uns im Angriff aber nicht belohnen“, lautete das Fazit von Trainerin Nele Weyh, die vor allem die ungenutzten Chancen bedauerte.
Trotz der verpassten Siegchance kann die HSG Ederbergland einige positive Erkenntnisse aus der Partie mitnehmen. Insbesondere die Leistungssteigerung nach der Pause und die verbesserte Stabilität in der Defensive zeigten, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Nun gilt es, die Enttäuschung schnell abzuhaken, die richtigen Schlüsse aus dem Spiel zu ziehen und den Fokus auf die kommenden Aufgaben zu richten. Dort will die Mannschaft an die positiven Ansätze anknüpfen und sich für ihren Einsatz wieder mit zwei Punkten belohnen.
Tore für Ederbergland: Kümmel 10, Born 7/2, Paar 5/1, Zeiner 4, Schäfer 3, Sommer, Gavrilenko, Rebs je 1.
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